EINFACH ZUM NACHDENKEN: Wie oft denn noch?

Folgende Sätze sind uns ja allen bekannt. Entweder des Öfteren gehört – meist selbst das eine oder andere Mal verwendet.

„Haben wir den Tanz denn überhaupt schon mal gelernt?“
„Wie fängt der jetzt noch mal an?“
„Den Tanz kenn ich nicht, war ich da nicht da?“
„Ist das schon wieder ein neuer?“

Ganz was Neues sind diese Sätze:

„Wie oft denn noch – das kann ich eh schon!“
„Schon wieder der Tanz!“
„Waaasss, ist das dein Ernst – den Tanz jetzt wirklich noch einmal?“

 

Aha – und?
Alles was wir bereits können oder sowieso machen ohne Nachzudenken haben wir aber auch einmal lernen müssen. Das alles haben wir aber verinnerlicht und ist für uns mittlerweile ganz selbstverständlich.

Kaum jemand denkt darüber nach wie man sich die Zähne putzt, was zu tun ist bevor der Gang im Auto eingelegt wird, wie man mit dem Rad fährt, wie man Schuhe bindet – oder ganz banal – wie man geht.

Frag mal deine Mutter wie oft Du am Hosenboden gelandet bist, bevor Du ohne der Schwerkraft nachzugeben alleine gehen konntest. Hättest Du nach dem 2 oder 10 Versuch aufgegeben, würdest Du ein ganz anderes Leben führen (robbend oder rollend am Boden – nicht so schön, oder?).

Versuch mal Folgendes: Du hast gelernt mit der rechten Hand die Zähne zu putzen. Geht ganz automatisch – musst nicht darüber nachdenken. Versuch das jetzt mal mit der linken Hand. Und geht es gleich locker, leicht und selbstverständlich?

Wenn ja – gratuliere.

Wenn nein – ist ja logisch. Warum?
Stell Dir eine Schallplatte vor die sich am Plattenteller dreht und die Nadel die in einer kleinen Rille ihre Runden dreht. Nehmen wir mal an, diese eine Runde ist 1x Zähneputzen mit der rechten Hand. Jetzt zieht die Nadel immer an derselben Stelle der Schallplatte ihre Kreise – denn wir putzen die Zähen regelmäßig auf die Gleiche Art: 5x, 70x, 1000x, usw. Die Rille wird immer tiefer.

Nach Jahren der einmal gelernten und ständig wiederholenden Tätigkeit (sagen wir mal nach 15 Jahren haben wir ca. 10.000x dieselbe Runde gedreht) ist die Rille sehr tief – keine Chance für die Nadel herauszuspringen.

Jetzt versuchen wir es mal mit der linken Hand. Das bedeutet am Plattenteller mit der Nadel eine winzig kleine Spur neben der bereits bestehenden tiefen Spur zu ziehen.

Mühsam  in der neuen Spur zu bleiben. Viel leichter ist es, wir strengen uns nicht an – lassen los und springen wieder in die gewohnte und für uns einfachere tiefe Rille. Einfacher aber nur deshalb, da wir uns nicht mehr anstrengen und nicht nachdenken müssen.

So – und was hat das ganze jetzt mit den eingangs erwähnten Sätzen und mit Line Dance zu tun?

Eigentlich müsstest Du es Dir jetzt selbst beantworten können! Schmunzelst Du schon? :)

Vorausgesetzt Dir gefällt Musik, Bewegung, Tanz, Line Dance – dann bedeutet das, dass Du eine neue Rille auf deiner Schallplatte vertiefen musst/wirst. Wieder, wieder und wieder – dran bleiben. Aufstehen und noch einmal probieren! Üben, üben, üben, …

Nicht aufgeben, nicht zu bequem machen!
Meine Musikempfehlung für Heute: Lemo – So Leicht

Und wenn Du dann auch sagst, „Wie oft denn noch – das kann ich eh schon!“, dann hast du es geschafft.

Ich gratuliere Dir zu Deiner neuen Lebensrille auf Deiner ganz persönlichen Lebensschallplatte.

Der Inhalt dieses Artikels spiegelt meine momentane Meinung wieder und soll lediglich zum Nachdenken anregen.

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